Baumpflanzaktion: Kneipp-Mitarbeiter buddeln für Artenvielfalt
Fallstudie
Ökologie
Die Kneipp-Mitarbeiter pflanzen eine Streuobstwiese mit regionalen Kern- und Steinobstbäumen und leisten einen kleinen aber langfristigen Beitrag zum Erhalt der Vielfalt.

Im Mittelpunkt des Sommerfestes der Kneipp-Werke stand in diesem Jahr das Thema Nachhaltigkeit. Zusammen mit ihren Familien und Teammitgliedern pflanzten die Kneipp-Mitarbeiter eine Streuobstwiese mit regionalen Kern- und Steinobstbäumen und leisteten so einen kleinen aber langfristigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und fast vergessener alter Obstsorten.

Mitarbeiteraktionen – neudeutsch auch „Teambuilding Events“ genannt – machen Spaß und steigern den Zusammenhalt einer Gruppe. Auch beim Sommerfest der Kneipp- Werke fand in diesem Jahr eine Mitmachmach-Aktion statt, dessen Ergebnis sich sehen lassen kann: Auf dem Firmengelände der Kneipp-Werke in Ochsenfurt-Hohestadt, wo noch bis vor kurzem eine große, ungenutzte Wiesenfläche war, befinden sich nun 30 liebevoll gepflanzte regionale Kern- und Steinobstbäume sowie ein Insektenhotel.

Kneipp entschied sich bei der Baumpflanzaktion ganz bewusst für die traditionelle Form des Obstbaus. In Deutschland gibt es immer weniger Streuobstwiesen, da diese in der Vergangenheit wegen des vermehrten Bedarfs an günstigem und perfektem Obst großflächig durch Monokulturen ersetzt wurden. Auf Obstwiesen mit Monokulturen befinden sich viele kleine Obstbäume gleicher Sorte und gleichen Alters sehr nah beieinander. Weil die Bäume regelmäßig gedüngt und gespritzt werden erfordern sie weitaus weniger Pflege als die traditionellen Streuobstwiesen und sind insgesamt ertragreicher.

Streuobstbäume hingegen sind hochstämmig und werden meist ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden angebaut, da die Baumsorten gegen Schädlinge und andere äußere Einwirkungen sehr robust sind. Auf einer Streuobstwiese wachsen unterschiedlichste Obstbäume - der Erhalt alter Obstsorten kann damit gesichert werden. Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas und beherbergen bis zu 3000 Tier- und Pflanzenarten. Auch das beim Sommerfest aufgestellte Insektenhotel soll Käfern, Bienen und Ameisen einen Platz zum Überwintern und Nisten geben.