Papier statt Plastik: WMF Group vermeidet künftig 37 Tonnen Plastikmüll pro Jahr

Künftig sind Besteckteile nicht mehr in Plastik, sondern in Papier aus nachhaltigen FSC-zertifizierten Quellen verpackt.

Um die Besteckteile der WMF Group während des Transport- und Logistikprozesses vor dem Verkratzen zu schützen, war die Ware bisher in einzelne PE-Beutel verpackt. Doch jetzt läuft alles anders: Die Versandverpackungen für Besteckteile wurden von Plastik auf Papier umgestellt. Diese Umstellung ist ein Alleinstellungsmerkmal, denn bisher verzichtet nur die WMF Group auf Plastik-Versandverpackungen bei Besteck und ist damit Vorreiter auf dem Gebiet der umweltverträglichen Versandverpackungen in diesem Bereich.

Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt sich der strategische Einkauf der WMF Group intensiv mit der Problematik Plastikmüll. Für die Versandverpackungen sollte eine Lösung gefunden werden, die umweltgerecht ist, gleichzeitig den Aufwand reduziert und sich möglichst kostenneutral durchführen lässt. Eine FSC-zertifizierte Papiermühle, die ansonsten Seidenpapier für hochwertige Handtaschen und Schuhe produziert, entwickelte das Konzept „Papier statt Plastik“ genau nach den Vorgaben der WMF Group. Denn herkömmliches Papier war bisher nicht geeignet, um einen optimalen Transportschutz zu gewährleisten. Erst die Neuentwicklung des Materials durch den Papierhersteller und die intensive Zusammenarbeit ermöglichten die Verwendung von Papier als alternative Versandverpackung.

Nach einer detaillierten Kostenbetrachtung und Prüfung der Inhaltsstoffe im Papier, startete ein sechsmonatiges Pilot-Projekt, das im Januar 2019 abgeschlossen und ausgewertet wurde. Die Ergebnisse überzeugen: Es zeigten sich keinerlei Qualitätsprobleme und kein Anlaufen des Bestecks. Damit erfüllt die neue Papier-Versandverpackung alle Anforderungen: Sie ist umweltverträglich und vermeidet Plastikmüll. Zusätzlich reduzieren sich Aufwand und Bearbeitungszeit im Packsaal, da Papier im Gegensatz zu Plastik nicht am Besteck klebt und dadurch das Auspacken erleichtert. Außerdem wird gerade dafür kein Cutter mehr benötigt, wodurch sich die Mitarbeitersicherheit erhöht. Die Papier-Verpackung selbst ist zwar mit höheren Kosten verbunden, aber als Hersteller ist die WMF Group der Nachhaltigkeit verpflichtet und nimmt dafür Mehrkosten in Kauf, die sie aufgrund optimierter Prozesse nicht an den Endverbraucher weitergeben muss.

Durch die Umstellung auf Papier-Versandverpackungen vermeidet die WMF Group in Summe zukünftig jährlich 37 Tonnen (-74 Prozent) Plastikmüll.

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